Mittwoch, 4. Januar 2012

TAG32 / Whanganui National Park

In Wanganui buchte ich heute Morgen eine Tour zur Bridge to Nowhere, dieser Ausflug ist aber erst morgen. Da ich ansonsten nicht viel für heute geplant hatte, bat ich die Leute im Visitor Center um paar Informationen. Dort wurde mir empfohlen, die Strecke von Wanganui bis Pipiriki langsam abzufahren und gelegentlich Halt zu machen. Auf meine Aussage, dass es ja nur 50km sein und ich spätestens in einer Stunde in Pipiriki bin, kam nur ein Lächeln und die Antwort „Believe me, you need more time“…und die Frau hatte recht, ich habe knapp 5 Stunden für die 50km gebraucht. Während dieser kurzen Strecke wird man von so vielen Sehenswürdigkeiten nahezu genötigt, fast alle 3-5km anzuhalten. Hier gab es unzählige kleine Dörfer zu sehen, manche bestanden nur aus 3-5 Häuser und wurden schon vor Jahren verlassen. Man durfte dort alles alleine erkunden und auch in die Häuser gehen, alle Türen waren nicht abgeschlossen und begehbar. Teilweise gab es auf der Strecke auch paar kleine Maori-Siedlungen, eines mit dem Namen Jerusalem.
Nun bin ich in Pipiriki angekommen und von hier aus startet morgen die Tour zur Bridge to Nowhere.

E noho ra!







Dienstag, 3. Januar 2012

TAG31 / Tongariro National Park

Als ich gestern Abend noch nach Taupo in die Stadt bin, habe ich dort paar Kiwis in einer Bar kennengelernt. Die mussten aber gleich weiter auf ein Katy Perry Cover Konzert und freundliche wie das Volk hier so ist, haben die mich direkt mitgenommen. War ne richtig gute Show und war kaum vom Original zu unterscheiden. Aber jetzt zum heutigen Tag…
Den heutigen Tag widmete ich dem Tongariro National Park. 1886 machten die Maori das Gebiet dem Staat zum Geschenk, verbunden mit der Auflage, die Naturlandschaft zu schützen. Ein Jahr später entstand der erste Nationalpark Neuseelands und damit der zweitälteste der Welt (älteste ist Yellowstone). Hier sieht es aber überwiegend nicht tropisch aus, sondern eher trocken und kahl. Dieser Nationalpark diente bei „Der Herr der Ring“ als Kulisse für Mordor einschließlich dem Schicksalsberg, was auf den späteren Bildern deutlich zu erkennen ist. Leider ist von der Bergkulisse nicht so viel zu sehen, denn eine dicke Wolkendecke hat sich auf die Gipfel gelegt. Um mir ein genaus Bild vom Nationalpark zu machen, bin ich den Tongariro Alpine Crossing gelaufen, Neuseelands populärster One-Day-Walk. Der Track beginnt bei ca. 1300 Höhenmeter und führt über den Schicksalsberg (im Orginal: Mount Ngaruhoe) mit 2291 Höhenmeter. Anschließend läuft man einige Kilometer auf dem Berg und begibt sich dann wieder Richtung Tal. Nach knapp 20km und (in meinem Fall) 6 Stunden durch den Nationalpark, kommt man am Ziel an und wird mit dem Bus wieder zum Carpark zurückgefahren. Die letzten beiden Bilder sind übrigens auf den letzten Kilometern von diesem Walk entstanden, ein neues Beispiel wie schnell sich die Natur hier verändert.

E noho ra!














Montag, 2. Januar 2012

TAG30 / Thermal Wonderland, Craters of the Moon & Taupo

Heute habe ich die zwei letzten Thermalparks auf meiner Route angesehen, erst Thermal Wonderland und im Anschluss Craters of the Moon.
Von allen Thermalparks hat mir Thermal Wonderland am besten gefallen, zwar hatte jeder seine eigenen Highlights, doch hier war die Abwechslung am größten und alle Attraktionen liegen dicht beieinander. Nachdem ich knapp zwei Stunden durch den Park lief, habe ich mir im Park den Lady Knox Geysier angesehen, der (mit Seife nachgeholfen) pünktlich um 10:30 für knapp eine Stunde Wasser in die Luft spukt.
Paar Kilometer weiter war auch schon das nächste Thermalgebiet, Craters of the Moon. Im Lonely Planet war dieser Park noch als „Gratis“ geführt, doch durch den zunehmenden Tourismus wird man auch hier zur Kasse gebeten. Der Eintritt lag aber nur bei 6NZD, im Vergleich zu den anderen Aktivitäten ist das schon fast geschenkt. Dieser Park ist aber nicht ganz natürlich entstanden, denn erst nach Errichtung eines geothermischen Kraftwerks änderten sich die Druckverhältnisse und die Craters of the Moon entstanden. Hier gibt es nicht mehr zu sehen wie in den anderen Gebieten auch, doch bei dem Preis lohnt sich ein kleiner Ausflug. Damit war dies der letzte Thermalpark und auch wenn alles sehr sehenswert war, bin ich ganz froh die Region Rotorua mit seinem Gestank nach faulen Eiern hinter mir zu lassen ;)
Gegen Abend bin ich in Taupo angekommen, dass an dem gleichnamigen See Lake Taupo liegt. Die Stadt wird auch als Queenstown der Nordinsel bezeichnet, da die beiden Städte einiges gemeinsam haben. Sie liegen beide recht zentral an einem See und sind bekannt für ihre Adrenalinstöße.

E noho ra!
















Sonntag, 1. Januar 2012

TAG29 / Buried Village, Orakei Korako & Huka Falls

HAPPY NEW YEAR!
Zum Glück wurde das Wetter heute wieder besser, auch wenn es gegen Morgen und Abend wieder etwas geregnet hat. Nachdem ich heute ein wenig später aus dem Bett bin (wurde gestern spät), habe ich mir Buried Village. Hier wird einem die Geschichte der Leute und Orte erzählt, die von dem Ausbruch des Mount Tarawera betroffen waren. Viele alte Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert wurden hier ausgegraben, doch am sehenswerten war hier der Wairere Wasserfall.
Gegen Mittag bin ich weiter  südlich von Rotorua nach Orakei Korako gefahren. Hier bin ich mit einer Fähre über den Lake Ohakuri zur anderen Uferseite gefahren, wo man sich ein Thermalgebiet ansehen kann. Hier qualmte es aus jedem Loch und überall spritzte heißes Wasser aus den Geysiren und gestunken hat’s natürlich auch wieder ;) Ein kleiner Walk von knapp 1 ½ Stunden führte durch das ganze Gebiet und am Ende kam ich bei der Ruatapu Cave an. Diese Naturhöhle birgt einen jadegrün schimmernden Teich in sich, der angeblich Maorifrauen, die sich hier für Rituale schmückten, als Spiegel diente.
Letzter Halt für heute waren die Huka Falls. Bei diesen Wasserfällen wird der längste Fluss Neuseelands, der Waikato, zunächst in eine enge Schlucht gedrängt, wo das Wasser dann mit einer riesigen Kraft ins Becken stürzt.

E noho ra!