Sonntag, 8. Januar 2012

TAG36 / Cape Reinga, Te Paki Sand Dunes & 90 Mile Beach

Gestern Abend/Nacht bin ich noch von Coromandel nach Cape Reinga gefahren, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Mit knapp 600km die längste Strecke, die ich an einem Stück fahren musste. Von hier aus werde ich mich in den nächsten Tagen wieder langsam Richtig Auckland begeben. Um die 600km hinter sich zu bringen, ist man knapp 8-10 Stunden unterwegs und pünktlich zum Sonnenaufgang kam ich am Cape an. Ein paar richtig gute und Menschenleere Bilder konnte ich hier machen, so wie man den Platz nur eher selten sieht, denn normalerweise herrscht hier ein extrem großer Tourismusauflauf.
Nachdem ich meinen versäumten Schlaf nachgeholt hatte, bin ich weiter zu den Te Paki Sand Dunes. Die Dünden sind bis zu 32m hoch und einmal oben angekommen, sieht man nur Sand, man kommt sich vor wie in einer Wüste. Um vom Carpark über die ganzen Dünen bis ans Meer zu gelangen, war ich knapp eine Stunde unterwegs.
Ein paar Kilometer weiter Richtung Süden beginnt/endet der 90 Miles Beach, der längste Strand den ich je gesehen habe. Der Name ist ein wenig irreführend, denn in Wirklichkeit ist er „nur“ 88km lang (55 Meilen). Der Grund für seinen Namen soll angeblich unbekannt sein, man kennt nur paar Theorien. Er ist sogar als offizielle Straße eingetragen, doch mit Mietwagen darf man in der Regel hier nicht drauf. Bei der Übernahme musste ich sogar extra dafür unterschreibe, dass ich auf drei bestimmte Straßen – eine ist der 90 Mile Beach – nicht fahren werde. Ich konnte es mir trotzdem nicht verkneifen, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit mit Vollgas über einen Kilometerlangen Strand zu fahren ;)  

E noho ra!













Samstag, 7. Januar 2012

TAG35 / Hot Water Beach, Waterworks & Driving Creek Railtrail


Heute habe ich die letzten Sehenswürdigkeiten auf der Coromandel Halbinsel besichtigt, doch eine Sache musste ich leider wetterbedingt ausfallen lassen. Ich wollte eigentlich noch den Castle Rock erklimmen, ein Felsen der auf einem der höchsten Berge der Halbinsel liegt. Trotz starkem Regen wollte ich mir die Aussicht nicht entgehen lassen, leider musste ich schon bei der Fahrt zum Ausgangspunkt abbrechen. Die unbefestigte Straße war durch den Regen voller Schlamm und ständig ist mein Auto ausgebrochen. Da es rechts knapp 50m runter ging (ohne Leitplanke), war mir das zu riskant.
Vor dieser eher aufregenden Fahrt, war ich am Hot Water Beach. Zum Glück war ich schon gestern Abend da, denn bei gutem Wetter ist dieser Strand doch um einiges sehenswerter. Trotzdem musste ich heute Morgen erneut zu diesem Strand, denn das Besondere an ihm kann man nur bei Ebbe sehen bzw. fühlen. Unter diesem Strand liegt ein knapp 3-5 Millionen Jahre alter Felsen, der mit 170 Grad vor sich her glüht. Die Wärme gibt der Felsen an das Meerwasser unter dem Strand ab und überall gibt es heiße Quellen. Diese sind nicht immer an derselben Stelle und müssen jeden Tag aufs Neue gefunden  werden. Anfangs hatte ich kein Glück, doch nachdem ich knapp 15 Minuten umhergewandert bin, hätte ich mir fast die Füße verbrannt. Das Wasser unter dem Sand ist richtig heiß und wirklich lange hält man es in so einer Kuhle nicht aus. Ich habe mir hier nur die Füße gewärmt, doch die meisten laufen hier mit einer Schaufel umher und bei einem Fund wird ordentlich gegraben. Ist das Loch groß genug, legen sich die Leute wie in einem Whirlpool rein und lassen sich durchkochen.
Nachdem ich mir die Füße verbrannt habe, bin ich weiter zum Waterworks Park. Dieser Park wurde fast nur aus alten Sachen/Schrott gebaut und alles was man hier sehen kann, wird mit Wasserkraft gesteuert. Es gibt weder Strom noch Motoren, selbst die Uhr wird nur durch Wasserkraft betriebe (siehe Video). Hier kann man unzählige Hebel betätigen und man weiß nie so wirklich was passiert. Zieht man an dem falschen, kommt auch mal eine Wasserdusche von oben. Durch den Erfindergeist und den wirklich gut umgesetzten Ideen, hat der Park zum zweiten Mal den nationalen Preis für den besten Themenpark erhalten. Lest euch mal durch was auf dem Weather Stone Schild steht, sehr geil!
Anschließend bin ich mit der Driving Creek Railtrail gefahren, bei dem Wetter eine sehr Nasse Angelegenheit. Die kleine Eisenbahn fährt durch Serpentinen, Spitzkehren und vier Tunnel einen Berg hinauf und endet an einem Turm über Coromandel Town. Die Fahrt durch den Regenwald war wirklich genial, selbst bei Regen.

E noho ra!












Freitag, 6. Januar 2012

TAG34 / Waitomo Glowworm Caves, Ruakuri Caves & Cathedral Cove

Waitomo setzt sich aus den beiden Wörter wai (Wasser) & tomo (Loch/Schlucht) und der Name zu diesem Ort passt haargenau. Überall gibt es Höhlen, Schluchten und unterirdische Welten wie aus „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“.
Zunächst habe ich mir heute dort die Waitomo Glowworm Caves angesehen, die mit Abstand größte und bekannteste Glühwürmchen Höhle in Neuseeland. Nach einer kurzen Führung durch die Höhle selbst, gelangt man zu einem Fluss der durch die Höhle fließt. In totale Dunkelheit bestiegen wir dort ein kleines Boot und fuhren den unterirdischen Fluss entlang. Der Guide hat das Boot mit Hilfe eines Seils gesteuert, welches an der Decke gespannt war. Irgendwann kamen wir in einem großen Raum an und an der Decke konnte man einige tausend kleine blau Punkte leuchten sehen. Um die Stimmung noch ein wenig emotionaler zu gestalten, hat der Guide (eine Maorin) ein altes Maori Weihnachtslied gesungen. Leider durfte man hier mal wieder keine Bilder machen, da einige vergessen den Blitz auszuschalten. Ich habe aber ein kleines Bild (Bild 3) von der Homepage übernommen und ich kann versichern, es sah genauso aus…nur ein wenig dunkler.
Anschließend habe ich noch an der Ruakuri Caves Tour teilgenommen. Hier erwartete mich ein riesige Kalksteinhöhle und es ging knapp 80m unter die Erde. Die Führung dauerte knapp zwei Stunden und es gab einiges zu sehen (auch Glowworms). Hier lass ich aber lieber mal die Bilder sprechen.
Gegen Abend bin ich in Hahei angekommen. Hier gibt es unter anderem den Hot Water Beach (dazu morgen mehr) und Cathedral Cove. Bestimmt können sich noch einige an den Namen Cathedral Cover erinnern und meinen darüber etwas gelesen zu haben. Das liegt daran, dass es auf der Südinsel auch eine Cathedral Cove gibt und ich in der ersten Woche darüber berichtet habe.

E noho ra!

















Donnerstag, 5. Januar 2012

TAG33 / Bridge to Nowhere

Mitten im Whanganui National Park liegt die Mangapurua Brücke. 1936 wurde diese Stahlbeton-Brücke gebaut und sollte eigentlich die West- & Ostseite des Nationalparks zusammenführen. Das Projekt wurde aber kurz nach der Fertigstellung verworfen und seitdem nennt man die Brücke Bridge to Nowhere, da keine Straße hinführt und auch keiner von der Brücke weg. Man hat drei Möglichkeiten um zur Brücke zu gelangen, Kajak, Wandern oder mit dem Jetboat. Für letzteres habe ich mich entschieden, da mir im Visitor Center von der Wanderung abgeraten wurde und diese auch über 40km lang sei.  Um 10 Uhr startete die Tour und mit dem Jetboat fuhren wir knapp 15km Flussaufwärts. Auch mit dem Boot kommt man nicht direkt zur Brücke, die restlichen 3km muss man zu Fuß durch den Regenwald. Um 14 Uhr legte das Jetboat wieder ab und wir fuhren zurück nach Pipiriki. Von dort aus fuhr ich weiter nach Waitomo Cave um die Glowworm Caves zu besichtigen. Leider kam ich etwas zu spät an und muss die Besichtigung auf morgen Früh verlegen.

E noho ra!
PS: Die zwei letzten Bilder sind auf dem Weg von Pipiriki nach Waitomo Cave entstanden