Montag, 26. Dezember 2011

TAG23 / Napier

Napier ist in Neuseeland die Hauptstadt wenn es um die Art-déco-Architektur geht. Hier ist alles (zumindest im Zentrum) im 40/50er Jahre Stil gehalten, von der Speisekarte bis zum Werbeplakat. Hier lässt sich es richtig gut aushalten und das merkt man auch an den Einwohnern. Einige Personen in den Geschäften kleiden sich sogar nach diesem Jahrzehnt und gelegentlich hat man das Gefühl, als wäre man 60 Jahre zurückgereist.
Weshalb Napier an diesem Stil mit Erfolg festhält, hat auch eine kleine Geschichte. 1931 wurde die durch ein Erdbeben  größtenteils zerstört und in den darauf folgenden Jahren komplett wieder aufgebaut, seitdem wurden die Gebäude und teilweise auch der Lebensstiel nach dem Wiederaufbau beibehalten.
Eigentlich war Napier nur für einen halben Tag eingeplant, doch „leider“ war heute Christmas-Sale und in allen Geschäften gab es bis zu 50% :) Daher blieb die Stadt heute mein einziges Reiseziel und ich werde meine Tour morgen fortsetzen.
Auch wenn Weihnachten schon fast vorbei ist, findet ihr nach den Bildern noch ein kleines Video passend zum Fest.

E noho ra!









Sonntag, 25. Dezember 2011

TAG22 / Otaki Forks, Tararua Wind Farm & Herbertville Beach

Da ich mit meinem Zeitplan um einige Tage voraus bin und daher noch jede Menge Zeit habe, bin ich heute eher Ziellos von der West- zur Ostküste gefahren. Trotz Ziellosigkeit habe ich wieder sehr viel mitnehmen können, denn es ist egal wo man ist, es gibt immer was zu sehen in diesem Land.
Zunächst bin ich landeinwärts zum Otaki Forks gefahren, dem westliches Haupteingang zum Tararua Forest Park. Hier habe ich eine kleine Buschwanderung die teilweise durch eine Art Farmland führt.
Weiter in Richtung Osten liegt die Tararua Wind Farm, der größte Windenergiepark in Neuseeland. Der Park erstreckt sich auf über 700 Hektar Farmland und hat insgesamt 134 Windräder.
Gegen Abend bin ich nach Herbertville gefahren, ein ganz kleiner Ort mit einem ganz großen Strand. Auch hier war mal wieder keine Menschenseele zu sehen, was aber heute eher auf Weihnachten zurückzuführen ist.
Zum Abschluss des heutigen Tages, war ich an dem Ort bzw. Platz mit dem längsten Namen der Welt. Ihn Fehlerfrei hier aufzuschreiben wird mir bestimmt nicht gelingen, darum versuche ich es erst gar nicht und ihr könnt euch einfach das Bild mit dem Schild ansehen. Übersetzt heißt der Ort:

"Die Kuppe des Hügels wo Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge schob, erklomm und verschluckte, bekannt auch als Landesser des Landes, für seinen Bruder Flöte spielte" - ganz einfach, oder?

Wer es schaffen sollte sich den Namen einzuprägen und fehlerfrei aufzusagen, bekommt von mir einen ausgegeben ;)

E noho ra!
PS: Das letzte Bild ist gestern Abend aus meinem Van entstanden, so gehe ich abends zu Bett :)









Samstag, 24. Dezember 2011

TAG21 / Cape Palliser & Paraparaumu Beach

Weiter südlich von Wellington liegt das Cape Palliser, der südlichste Punkt der Nordinsel. Die Fahrt führt über eine lange Straße die vom Meer und Bergen eingerahmt ist. Unterwegs habe ich an einer Klippe wieder eine Seehundkolonie gesehen, die mit Abstand größte bis jetzt.
Um zu den Cape Palliser-Leutturm zu gelangen, muss man erst einmal 250 Stufen hinaufschnaufen, die Aussicht lohnt sich aber. An klaren Tagen soll man von dort aus auch die Südinsel sehen, was heute leider nicht der Fall war. Es war zwar kaum eine Wolke am Himmel, dennoch konnte man die Südinsel nicht sichten.
Die knapp 100km die man teilweise über die besagte Cape Palisser Rd  fährt, muss man auch wieder zurückfahren, da auch hier wieder nur ein Weg hinführt.
Zu später Stunde verlief meine Route weiter an der Kapiti Coast entlang, bis ich am Paraparaumu Beach (was für ein Zungenbrecher) angekommen bin. Hier kann der Strand sogar mit dem Auto befahren werden, nur lange sollte man es dort nicht stehen lassen (Flut).
Das war’s zum heutigen Tag und ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und schöne Feiertage.

Merry Christmas
E noho ra!














Freitag, 23. Dezember 2011

TAG20 / Wellington

Wellington ist die drittgrößte Stadt Neuseelands und gleichzeitig auch die Hauptstadt. Viele haben den Irrglauben es sei Auckland, was aber falsch ist. Wenn man von der Südinsel hier ankommt, trifft einen erst mal der Schlag. Auf der Südinsel gab es nur kleine Orte oder Städte und hier steht man auf einmal in einer großen Metropole mit richtigen angrenzenden Autobahnen und einem stockenden Verkehr. Alles ist laut, schnell und eine Menschenmasse wie man sie von der Südinsel nicht kennt. Erkunden mit dem Auto ist hier nicht drin, also war ich den ganzen Tag zu Fuß in der Stadt unterwegs.
Besonders hat mir die Cuba St gefallen, hier gibt es an jeder Ecke kleine ausgefallene Läden, überall Livemusik und diverses Unterhaltungsprogramm.
Nach einigen Runden in der Stadt, bin ich mit der Cable Car zu den Botanic Gardens gefahren. Das Cable Car ist einer der kleinen Hauptattraktionen von Wellington und ist quasi eine kleine Straßenbahn, die von einem Seil den Berg hinaufgezogen wird.
Da es hier keinerlei Möglichkeiten gibt sich mit dem Van an die Seite zu stellen oder auf einen Campingplatz auszuweichen, werde ich diese Nacht in einem Hostel verbringen und bei dieser Gelegenheit mich in das Nachtleben von Wellington stürzen :)

E noho ra!
PS: Das erste Bild ist von der Fähre kurz vor der Ankunft aufgenommen worden (Wellington bei Nacht)







Donnerstag, 22. Dezember 2011

TAG19 / E noho ra Südinsel, Kia ora Nordinsel


Zurzeit befinde ich mich auf der Bluebridge Fähre und in knapp einer Stunde komme ich auf der Nordinsel an. Ich bin sehr gespannt wie sich die beiden Inseln voneinander unterscheiden werden. Wenn man Einheimische danach fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort: It’s different ;)
Auf der Südinsel legte ich ca. 5000km zurück und habe knapp 3000 Bilder gemacht, jetzt geht die Reise auf der Nordinsel weiter. Zunächst werde ich mir Wellington ansehen und mich dann langsam an der Ostküste entlang in den Norden begeben. Danach geht es erst wieder in den Süden und anschließend auf der Westseite zum nördlichsten Punkt der Nordinsel (Cape Reinga).
Ansonsten verbrachte ich den heutigen Tag nur am Strand und am Hafen von Picton, daher gibt es wenig zu berichten.
Hier also die letzten Bilder von der Südinsel…

E noho ra!









Mittwoch, 21. Dezember 2011

TAG18 / Marlborough Sound – Queen Charlotte Track

Heute Morgen bin ich zum Hafen von Picton gefahren, wo ich mit der Fähre zum Marlborough Sound übersetzte. Auf der Fähre stand auch schon mein Mountainbike, dass ich mir gestern geliehen hatte. Hier braucht man sich wirklich um nichts kümmern, man sagt im Visitor Center was man möchte und andere erledigen deine Wünsche.
Der Queen Charlotte Track ist ca. 70km lang und unterteilt in fünf Etappen. Von den fünf bin ich nur zwei gefahren, welche zusammen knapp 30km lang waren. Die erste Etappe geht nur steil bergauf, fahren ist hier unmöglich, dass Bike muss man vor sich herschieben. Nach knapp einer Stunde hat man die Spitze von 407m erreicht und ab dann geht es steil bergab.
Die Zweite Etappe verlief überwiegend wieder in einem Regenwald und man fährt knapp 1,5 Stunden nur bergab, für Downhill-Freunde bestimmt ein Traum. Am Ende der zweiten Etappe, welcher auch der Start des Queen Charlotte Tracks ist, befindet man sich an diversen Stränden. Von hier aus hat man die Möglichkeit wieder mit der Fähre zurückzufahren oder man macht es wie ich und fährt 20km den State Highway nach Picton zurück.
Das letzte Bild zeigt die Fähre mit der ich morgen Abend zur Nordinsel  übersetzen werde.

E noho ra!